Mäusebesuch
#1
Guten Abend an alle,

danke für die Aufnahme in dieses Forum.
Wir halten jedoch keine Mäuse sondern leben recht entspannt mit ihnen auf einem großen wilden Grundstück auf dem Lande.
Vor Jahren hatten wir mal einen Hamster.
Später päppelten wir Igel und andere Wildtiere, die wir wieder in die Freiheit entlassen werden konnten.
Unsere beiden geliebten Katzen wurden leider überfahren.

Im Herbst 2019 hatte ich die Idee eine Weinranke bis zum Dach wachsen zu lassen.
Ich hatte zwar dicke Weintrauben, aber einige Waldmäuse fanden sich bald auf dem Dachboden ein...
Das hatte ich nicht bedacht..
Die Ranke schnitt ich natürlich sofort ab
Ich begann sofort die Mäuse mit Lebendfallen einzufangen und sie in den benachbarten Wald zu bringen.
Doch bald waren die Mäuse so schlau dass sie es schafften sich die Köder( Nüsse und Apfelstücke) aus der Falle zu holen ohne dass diese zuschnappte.
Also stiegen wir auf eine Rattenfalle um.
Auch hier fingen wir einige Waldmäuse, nachdem mein Mann am Auslösehebel eine Trennwand aus Hartschaum aufspiesste.
Einige mäusegerechte Ideen aus dem Internet verwirklichten wir ebenfalls, um die Mäuse ohne den Stress mit der Falle zu fangen.
(z.B. Heu in eine hohe Tonne gefüllt, in den Deckel der Tonne ein Loch gebohrt, das Oberteil einer Flasche in das Loch gestellt und ordentlich mit Erdnussbutter eingeschmiert. Ein Holzgestell gebaut, damit die Mäuse gemütlich auf den Deckel gelangen konnten)
Die Mäuse reagierten leider gar nicht darauf.
3 Mäuse hatten durch die Metall-Gitterfallen Verletzungen am Schwanz, obwohl wir bei den Fallen unten ein Stück der Verschlussklappe abgeschnitten haben um ein Einklemmen der Schwänze zu verhindern.
Ich kaufte ein Plastikfalle, aber auch hier klemmte sich eine Maus ihren Schwanz ein.
Zuletzt verletzte sich ein Maus sogar in der Rattenfalle ihren Schwanz, obwohl unter der Abschlussklappe ein großer Spalt ist, so dass sogar ein Rattenschwanz unter den Spalt gepasst hätte...
Womöglich entstand die Verletzung durch den Federmechanismus.
Ein Anruf bei einem Kammerjäger und meine Frage ob er mir eine gute Lebendfalle empfehlen könne, endete mit seiner Aussage dass er nur mit Giftköder oder Schlagfalle arbeiten würde.
Beides kommt für uns nicht in Frage.

Ich möchte euch nun in diesem Forum fragen ob ihr eine Falle wisst ( oder eine alternative Fangtechnik) durch die die Mäuse wirklich nicht verletzt werden können.
Auf dem Dachboden sind immer noch Mäuschen, stelle denen Wasser hin und immer mal ein einige Nüsse und die sind bisher immer weg...
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#2
Hallo Anette und willkommen im Forum!

Bisher kannte ich diese Problematik eher anders herum, dass Mäuse zu leicht sind, als dass die eine Rattenfalle auslösen.
Die Eigenbau-Lösungen finde ich eigentlich am erfolgversprechendsten. Habt ihr außer Erdnussbutter noch andere Köder probiert?
Ansonsten müsstet ihr schauen, ob es längere Fallen gibt - mit dem Stichwort "QLOUNI Lebendfalle" finde ich welche mit fast 30cm, da müsste eine Maus doch komplett hinein passen?
Kennst Du die Eimer-Methode?
 
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#3
(14.01.2020, 12:24)Anette schrieb: Hallo Borsti, 
danke für deine Antwort.
Die Eimerfalle fanden wir auch schon im Internet und probierten sie aus.
Unsrer Mäuse ignorierten sie leider..
Als Köder in den Fallen benutzen wir Apfelstücke, Nüsse, Sonnenblumenkerne und Sämereien, welches die Mäuse von draußen kennen. 
Das ist unser Vogelfutter...
Erdnussbutter schmierten wir lediglich auf unsere Versuche mit den Flaschen.
Die "QLOUNI Lebendfalle hatten wir bisher noch nicht.
Werde ich sofort kaufen.
Bisher waren noch nie Mäuse auf dem Dachboden, erstmals seit ich die Superidee mit der Weinranke hatte..
Deswegen gehen wir davon aus die Mäuse sind oben eingesperrt.
Überleben können sie wahrscheinlich notdürftig.
Spinnen und andere Kleintiere wird es unter den Dielen schon geben.
Etwas lege ich ja auch ab und zu außerhalb der Fallen hin.
Aber nicht viel, denn die Mäuse sollen ja in die Fallen gehen.
Wir haben zusätzlich alle Äste rund um das Haus entfernt von denen eine Waldmaus eventuell auf das Dach springen könnte. 
Waldmäuse springen ja sehr weit.
Sie können meines Erachtens nun nicht mehr herunter vom Dachboden.
Die Rattenfalle löste auch bei uns zunächst nicht aus.
Mäuse sind wirklich zu leicht..
Zunächst spießten wir ein Stück Holz auf den Auslösehebel der Rattenfalle, in der Hoffnung dass die Mäuse über das Stückchen Holz klettern und dadurch die Falle auslösen.
Aber die Mäuse haben eine Methode gefunden das Holz zu umgehen, sind womöglich am Gitter der Rattenfalle kopfüber zum Futter geklettert.
Haben hinten in der Falle das Futter gefressen und sind evtl. kopfüber über das Holz wieder zum Fallenausgang zurückgeklettert.
Die sind ja sowas von schlau.
Dann spießten wir ein Stück Hartschaumplatte, welches bis dicht an die Gitterwände reicht auf den Auslösehebel, so dass kein Platz für eine Maus ist durchzukriechen.
Das klappte dann endlich.
Eine Maus musste an der Hartschaumplatte vorbei, bewegte diese zwangsläufig - und löste die Falle aus.
Wieso sich eine Maus trotzdem den Schwanz verletzten konnte ist mir immer noch ein Rätsel, denn es ist sogar genug Platz für einen 
Rattenschwanz.
Es muss der Federmechanismus gewesen sein. 
Die Rattenfalle ist so groß dass eine Maus sich an und für sich nicht den Schwanz einklemmen kann.
Kann sein dass die Maus versucht hat über die Hartschaumplatte zu klettern - und da dort aber gar kein Platz mehr ist - mit dem Schwanz in die Feder gekommen ist.
Werde jetzt erst mal die QLOUNI Falle beschaffen.
Junge Mäuse möchte ich nicht auf dem Boden haben im Frühling..
Die Mäuse müssen nach draussen.
Sollte es kalt werden ist es trotzdem kein Problem die Tiere raus zu setzen.
Wir haben Schuppen mit Holz auf dem Grundstück, so dass es genug Unterschlupf gibt.
Viele Grüße
Ich würde gerne ein Foto einstellen, finde aber leider keine Anleitung.
Wie geht das?
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#4
(14.01.2020, 12:24)Anette schrieb: Die Eimerfalle fanden wir auch schon im Internet und probierten sie aus.
Unsrer Mäuse ignorierten sie leider..
[...]
Deswegen gehen wir davon aus die Mäuse sind oben eingesperrt.
Überleben können sie wahrscheinlich notdürftig.
Da sie sich für das Futter in den anderen Fallen durchaus interessieren wundert mich das.
Ich denke, ihr müsstet für die Eimer-Falle das gleiche als Köder nehmen wie in denen, wo sie sich verletzt haben. Mit Körnern könnte das schwierig werden, eventuell mit doppelseitigem Klebeband an der Flasche fixieren?

Zitat:Die "QLOUNI Lebendfalle hatten wir bisher noch nicht. Werde ich sofort kaufen.
Das sollte jetzt keine Werbung sein  Zwinker
Ich habe damit auch keine Erfahrung, evtl. gibt es diese Bauart auch von anderen Herstellern und/oder günstiger!
Die sind mir nur ins Auge gesprungen, als ich nach Lebendfallen ohne Metallkäfig suchte, denn solche sind meist zu klein oder so groß, dass eine Maus durch die Maschen kann...

Zitat:Bisher waren noch nie Mäuse auf dem Dachboden, erstmals seit ich die Superidee mit der Weinranke hatte..
Unterschätze die kleinen Biester nicht!  Big Grin
Ich habe vor ein paar Jahren mal eine Feldmaus (glaube ich) auf's Garagendach sausen gesehen - ca. 2,5m senkrecht hoch am Putz, und dann kopfüber um die Regenrinne (damals noch nicht aus Kunststoff). Eine Ranke ist wohl bestenfalls ein "roter Teppich"...  Schulterzuck

Zitat:Etwas lege ich ja auch ab und zu außerhalb der Fallen hin.
Aber nicht viel, denn die Mäuse sollen ja in die Fallen gehen.
Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, die werden immer das nehmen, was am einfachsten zu kriegen ist.
Nur mit viel Hunger gehen sie Risiken ein...
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#5
(14.01.2020, 13:07)Anette schrieb: Ich würde gerne ein Foto einstellen, finde aber leider keine Anleitung.
Wie geht das?

guckst Du hier: https://forum.nagerwelten.de/thread-47.html
Wundert mich ja, dass die Suche das nicht ausgespuckt hat, ich hoffe dass die Indizierung nicht kaputt ist.  Wah
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#6
Irgendwie bekomme ich das mit den Bildern nicht hin, weil ich sie nicht direkt von meiner Festplatte hochladen kann.
Ist ja auch nicht so wichtig.
Wollte nur ein Bild mit einem Mäuschen in der Rattenfalle einstellen und 2 Bilder wie wir die Rattenfalle manipuliert haben, damit sie überhaupt auf Mäuse reagiert.

Ich bin für jeden Tip dankbar. Die Falle habe ich schon bestellt.
Glaube sie ist von Qlouni, aber das ist völlig egal.
Hauptsache die Schwänze klemmt es nicht ein.
Diese Falle ist sehr lang.
Wobei ich inzwischen vermute die ideale Mausefalle gibt es nicht im Handel.

O weh, ich hoffe nur die Mäuse sind durch den roten Teppich " Weinranke " nicht auf den Geschmack gekommen unseren Boden zu besuchen...
Unsere Telefonleitung ist oberirdisch, da hier keine Erdkabel verlegt sind im Außenbereich.
Die Leitung endet auch unter dem Dach.
Mannomann, hoffentlich marschieren die nicht über das Kabel....
Mein Mann ist schon dabei einen Telefonkabel - Mäuse -Schutz zu bauen......
Das Kabel führt durch einen kleinen Bambuswald..
Theoretisch könnten die Mäuse ja am Bambus hochklettern und dann aufs Telefon-Kabel steigen..
Zwischen Regenfallrohr und Hauswand haben wir schon seit Jahren eine große runde Bürste geklemmt, die man normalerweise als Laubschutz in die Dachrinne legt.
Bisher hatten wir noch nie Mäuse auf dem Dach. Ich lagere dort ja allerhand und es war noch nie etwas angenagt.
- Bis zum Herbst 2019-
Ist auch nicht viel angenagt, aber ich bin auf der Hut..

Bei unserem Tonnenversuch mit der drehbaren Flasche klebte ich sogar ein paar Erdnüsse mit Puderzucker auf die Flasche mit der Erdnussbutter.
Hat die Mäuse aber auch nicht verführt auf die Flasche zu steigen.

Morgen erhalte ich die Falle ....
Dann gehts weiter.........

Danke, Borsti
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#7
Für das Kabel könntet ihr evtl. sowas machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rattenblech

Mit den Bildern - nun, es gab früher Missbrauchsfälle und begrenzten Speicherplatz, dann kam noch die Copyright-Haftung für Forenbetreiber hinzu... Daher haben wir beschlossen, hier keinen Upload zu gestatten. Das macht das Verfahren leider etwas aufwändiger. Sad

Bin ja mal auf Deinen Erfahrungsbericht gespannt! Smile
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#8
Hallo,

die Falle ist schön lang, eine 30 cm lange durchsichtige Plastikröhre.
Sie hat keine Metallfeder, sondern ein Plastikgestänge/ Plastikverriegelung.

ABER KEINERLEI LUFTLÖCHER !!!!!!!

Die muss man selber reinbohren, UNBEDINGT!!!

Die Falle ist einfach zu handhaben.
Nüsse und Apfelstückchen kann man leicht in die Köderstation einlegen.
Eine Art Drehklappe wird nach oben gedreht um die Falle zu spannen.
Tritt die Maus auf die Auslöseplatte in der Falle, betätigt diese über das außenliegende Plastikgestänge die Drehklappe, welche nach unten fällt und die Falle verschließt.
Die Auslöseplatte ist so weit hinten in der Röhre, dass ein Mäuseschwanz meines Erachtens nicht eingeklemmt werden kann.
Nach 2 Stunden war eine Maus in der Falle.
Das Zuschnappen der Falle ist recht leise, die Tiere erschrecken sich wahrscheinlich nicht so arg wie bei den Gitter- Lebendfallen oder der Rattenfalle, die elend laut ist beim Zuschnappen.
Vermutlich würde sich eine Maus, die eine Nacht in der Falle verbringen muss durchnagen können.
Da ich aber sowieso erst am Abend die Falle auf den Dachboden stelle und sie nach spätestens 3 Stunden kontrolliere, hoffe ich sie hält einige Zeit den Mäusezähnen stand.
Es waren 2 Fallen in der Packung.

Ich melde mich wieder und teile euch mit ob sich die Falle wirklich bewährt.
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#9
Hm, nach den Bildern hätte ich gedacht, dass das da wo man den Köder einlegt Lüftungsschlitze hat? Aber gut, ein paar Löcher sind ja nicht so das Problem... Zwinker
Grundsätzlich klappt es aber ja, das ist doch schon sehr gut!
Wenn das innen alles recht glatt ist, glaube ich auch nicht ans durchnagen; aber das siehst Du ja bald (also ob entsprechende Spuren da sind).
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