wiedermal das thema : Talgdrüse
#1
So ihr lieben da hätte ich doch mal ne frage an euch. Erstmal folgendes:

Ihr wisst ja das wir das problem Talgdrüse bei Paula nun öfters hatten.
Sie ging weg und kam wieder. Nun ist sie seid ein paar tagen wieder da.
Der TA meinte ja sie solle rausgemacht werden. Aber hab grad nochmal in der Klinik angerufen und die meinten das die Drüse nicht unbedingt raus muss wenn sie nicht wächst und Paula sie nicht stört. ( was sie nunmal nicht tut ). In meinen Augen ist es dann totaler schwachsinn dem Tier ne OP anzutun. Aber der TA würde sie rausmachen. Die Klinik war mir aber von anfang an auch viel viel sympathischer und die haben auch viel mehr ahnung als der Arzt...

Was würdet ihr an meiner stelle machen? Op oder nicht?

lg Laura
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#2
Hmm, heute werden den Meeris ja keine Narkosespritzen mehr gegeben, sondern sie Inhalieren ein Gas bis sie narkotisiert sind.
Das soll viel verträglicher für die Schweinchen sein!

Also würde ich sagen, dass du sie operieren lassen kannst.
So hat das Schweinchen vielleicht endgültig seine Ruhe, als das es alle Nase lang zum Arzt muss...

Das ist so die Idee und Begründung die ich dazu hab...
Vielleicht hilft es dir ja und eine gute Besserung fürs Schweini und das alles gut läuft, egal für was du dich entscheiden wirst.

LG Sabsi
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#3
Ich muss ja nicht immer zum Arzt. Ich soll das einfach so lassen wie es ist. Ohne es rumzudrücken etc. Nur wenns größer wird und sie stört dann soll nochmal was gemacht werden. Also würde ich sie nur zum TA bringen wegen der OP
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#4
Ich kann zwar nichts zu Schweinchen-Talgdrüsen sagen, aber das mit der Narkose stimmt nur bedingt.
Im allgemeinen ist es richtig, daß die Inhalationsnarkose leichter dosierbar ist, da sie nur solange wirkt, wie das Betäubungsgas eingeatmet wird. Hört man mit der Gaszufuhr auf, ist das bereits eingeatmete Gas schnell abgebaut und das Tier kann aufwachen. Gerade für kleine Tiere wird diese Art der Narkose empfohlen.
Allerdings kann ich sagen, daß man auch ein sehr kleines Tier durchaus mit einer Injektionsnarkose betäuben kann, es muß nur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Er muß wissen, wie hoch die Erstdosis sein darf, die er dem Tier verabreichen kann und wieviel er wann eventuell nachspritzen muß. Das Betäubungsmittel muß dann erst aus dem Blut abgebaut werden, die Aufwachphase dauert länger und der Kreislauf wird so stärker belastet.

Aber abraten kann ich von keiner Methode, es kommt halt darauf an, wie gut der Mensch mit dem OP-Kittel ist.
Meine Ärztin hat für alle OPs unserer Mäusejungs eine Injektionsnarkose angewendet und mir ist keiner der acht Racker verstorben oder nicht wieder aufgewacht. Und das, wo man für eine Maus mehr Narkosemittel braucht und öfter nachspritzen muß, weil der Stoffwechsel der Kleinen so rasant ist und das Zeug fix wieder abgebaut hat. Allein deshalb wäre es unserer Ärztin eigentlich lieber, wenn wir uns in Kaninchen, Meerschweinchen oder irgendwas anderes vergucken würden, was die ganze Angelegenheit einfacher machen würde Zwinker

Liebe Grüße,
Sevenah
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#5
Hey

Danke für die Antwort aber würdet ihr sie nun Operieren lassen oder nicht? Ich denke das es nicht sein brauch weil:

-keine schmerzen ( ich denke schon das sich das bemerkbar machen würde )

-keine behinderrungen

- verhalten ist völlig normal, sie ist ja schon immer ne Zicke gewesen und den Boss tittel verteidigt sie mit aller kraft was ihr auch prima gelinkt

-Drüse ist nichts gewachsen

ausserdem glaube ich das ich das Paula nicht antun muss. Sie hat in letzter Zeit bzw letztes Jahr genug mitgemacht.
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#6
*sev zustimm*

Zu dem Thema Injektionsnarkose habe ich auch was auf den Salatkiller-Seiten stehen. Kannst Du ja mal lesen.

(04.02.2009, 21:36)madL schrieb: Danke für die Antwort aber würdet ihr sie nun Operieren lassen oder nicht? Ich denke das es nicht sein brauch
Dann lass es.

Hör einfach auf Deinen Bauch. Wenn der Dir sagt, dass es ihr gut geht und sie keinerlei Beeinträchtigungen oder Schmerzen hat und Du es eigentlich nicht willlst, dann solltest Du diese OP nicht machen lassen. Du kennst Deine Tiere und weisst, wann es für sie unangenehm wird, so dass Du ihnen helfen musst - in irgendeiner Form. Vertrau Dir einfach selber ein wenig Zwinker

Alles Gute
Heike
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#7
Ich habe jetzt gerade erst ein Schweinchen meiner Tochter wegen einer lange nicht entdeckten Talgdrüse operieren lassen und das war gut so.

[Bild: 011-talgdruese.jpg]

Zum Ausdrückenlassen sind wir 2x in der Praxis gewesen und dann hat der Tierarzt gesagt, dass - eben weil so was sich immer wieder füllt - das operative Entfernen dier tief sitzenden und ihre talgige Masse produzierenden Kapsel doch besser für sie ist. Das Ausdrücken macht dem Tier ziemliche Schmerzen und lassen kann man es nicht so, denn es wird unweigerlich nur größer im Laufe der Zeit und wird durch jedes Ausdrücken noch tiefer gedrückt.

[Bild: 025-talgdruese.jpg]

Das Schweinchen lief auch so viel herum, als ob es sie gar nicht stören würde und fraß ihr Futter.
Im Nachhinein war ich froh, dass wir das Tierchen haben doch operieren lassen.

[Bild: 088-talgdruese.jpg]

Nach der OP (etwa ein 5 cm-Schnitt) sagte der TA, die Kapsel wäre so gut durchblutet gewesen, die hätte produziert, solange das Tier lebt und das Entfernen wäre höchste Zeit gewesen. Die Kapsel war dabei schon mit Muskeln und inneren Organen zu verwachsen.

[Bild: 109-talgdruese.jpg]

Das wäre ihr dann früher oder später zum Verhängnis geworden und zwischendurch immer wieder die Quälerei des Ausdrückens!
Wer vor den Kosten Angst haben sollte, kann es sich ausrechnen:
Jedes Ausdrücken kostet so um die 13-14 Euro und die OP rund 38 Euro.
Dann ist allerdings nie wieder was fürs Ausdrücken zu zahlen.
Das Fädenziehen waren noch mal knapp 6 Euro und nun hüpft das Schweinchen schon herum und ist davon befreit.

[Bild: 138-talgdruese.jpg]

Nebenbei, das Tier war sehr klein und hatte vom Körpergewicht nur 848 g auf die Waage zu bringen. Die Narkose war kein Problem für sie und sie hat alles gut überstanden.

Das nur als Erfahrungsbericht - entscheiden muss das jeder selbst für sein Tier und beim Vergleichen mit der Größe, zu dem der das u.U. heranwachsen kann. Je später, desto komlizierter...

L.G. Cordula
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#8
Danke Cordula,

auf jeden Fall sehr informativ! Thumbsup
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#9
So krass wie auf den ersten Bildern sieht das bei Paula nicht aus. Da kam ein wenig raus beim Ausdrücken ( klar am meisten Blut und dann wars gut ) Aber das ist ja richtig offen alles bei dir. Bei Paula ist das nicht so das ist zwar dick aber nicht offen wie gesgat. Ausserdem ist die drüse unterhalb am Bauch. Ich weis jetzt überhaupt nicht mehr was ich nun machen soll..
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#10
Ich kann Deine Verunsicherung und Dein Problem, Dich zu entscheiden, total verstehen. Auch, daß Dir mit dem "uf Deinen Bauch hören" von Lacri nicht viel geholfen ist, verstehe ich. Es gibt so viele Meinungen und vor allem so viele konträre Meinungen, daß Du Dich gar nicht entscheiden kannst...

Wie wäre es, wenn Du mit dem TA und der Klinik noch einmal ganz genau erörterst, was eine OP wirklich bringt, welche Vorteile sie hätte, was gegen eine OP spricht, welche Risiken es gibt... Da hilft ja auch schon ein Anruf, Dein Schweinchen muß dazu ja nicht noch einmal mitgeschleppt werden. Vielleicht haben sie auch ein paar Erfahrungen von anderen Patienten, die Dich überzeugen können?

Und dann atmest Du noch einmal tief durch, schaust Dir Dein Sorgenkind an und entscheidest dann in aller Ruhe, ob Du die OP durchführen lassen willst. Vielleicht wirst Du dann immer noch Zweifel haben, aber zumindest hast Du dann die Möglichkeit, so gut wie Dir möglich entscheiden zu können. Wenn Du jetzt die ganze Zeit hin und her schwankst, bringt das dem Fellwuschel ja nun auch nichts.

Liebe Grüße,
Sevenah
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